Geld, eine symbolische Form

Perspektiven mit Ernst Cassirer und Georg Simmel, Epistemata Philosophie 592/2018, Klattenhoff, Timo
324 S. Seiten,Kartoniert
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Was heisst es, Geld, wie Georg Simmel es in seiner Philosophie des Geldes (1900) disktutiert, mit Ernst Cassirer und seiner Philosophie der symbolischen Formen (1923, 1925, 1929) als eine symbolische Form zu verstehen? Im Rückgriff auf ihre kulturphilosophischen wie -kritischen Arbeiten werden Parallelen aufgezeigt, die ihre Konzepte, Ideen, Themen miteinander verbinden. Die Argumentation greift einerseits zurück auf die von Simmel dargelegte Entwicklung des Geldes, das zunehmend alles Substanzhafte ablegt. Dies äußert sich nicht nur in effizienteren und übergriffiger werdenden wirtschaftlichen Strukturen, es befördert ebenso die Trennung zwischen subjektiver und objektiver Kultur und bedingt Denkformen, die sich dem Wesenhaften des Geldes annähern: seiner Gleichgültigkeit beim zahlenmäßigen Übersetzen von Waren und Personen. Andererseits bedient sich die Argumentation der Cassirerschen Aufteilung zwischen Ausdrucks-, Darstellungs- und Bedeutungsfunktion, die er für die symbolischen Formen Mythos, Sprache und Wissenschaft bestimmt. Mittels einer Parallelisierung dieser zur Geldentwicklung wird schließlich ein Verständnis des welterschließenden und kulturschaffenden Moments des Geldes als symbolische Form erarbeitet und seine Rolle in modernen Gesellschaften reflektiert.

Timo Klattenhoff, Studium der Geschichte und Philosophie in Bremen und Heidelberg. Promotion an der HU Berlin zu Cassirer und Simmel. Mitherausgabe kulturphil. Monographien (Peter Lang 2016 & Logos 2017). Forschungsinteressen: Kulturphilosophie und Epistemologie, Kritische Theorie, Wirtschaftsphilosophie.

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Autor Klattenhoff, Timo
Verlag Königshausen & Neumann
ISBN 9783826064104
ISBN/EAN 9783826064104
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Lieferbarkeitsdatum 15.12.2018
Einband Kartoniert
Format 2.2 x 23.4 x 15.5
Seitenzahl 324 S.
Gewicht 502
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